Pate werden

Schwerpunkte der Arbeit der Landesfachgruppe Frauen- und Gleichstellungspolitik in den Jahren 2011/2012

Trotz aller bisher erreichten gesetzgeberischen Maßnahmen und freiwilligen Vereinbarungen werden Frauen gegenüber Männern noch immer erheblich diskriminiert.   Nach wie vor erhalten in Deutschland Frauen im Durchschnitt 22% weniger Lohn für ihre Arbeit bei gleichwertigen Leistungen als Männer!

Der Anstieg der Frauenerwerbsquote geht einher mit einem Trend zu sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Das bedeutet, es gibt einen Anstieg an Teilzeitarbeit  und Minijobs bei Frauen, was zwangsläufig zu mehr Armut insbesondere von Frauen führt,  nicht aber zu einer Zunahme des Frauenanteils am Volumen von Erwerbsarbeit. Das geht aus einer jüngst erschienenen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Beschäftigtenentwicklung in Sachsen-Anhalt hervor.

Konkrete Themen:  

1. Die Relevanz des Ersten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung in Vorbereitung auf die dazu von der LFG beantragte Anhörung im Bundesfrauenrat Anfang November 2011. Hierbei geht  es insbesondere um:

-  die eigenständige Existenzsicherung von Frauen und Männern (Bedarfsgemeinschaften)

-  Prekäre Beschäftigungsverhältnisse (Zunahme von Teilzeit- und Minijobs)

-  Zunahme der Armut im Alter

2. Umsetzung des internationalen Frauenrechtskonvention, desÜbereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) auf Landesebene durch ein Landespräventionskonzept mit den Schwerpunkten Armutsentwicklung in Sachsen-Anhalt und Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder.

3. Die bundesweite Diskussion über die Frauenquote und über den Frauenanteil in der Landesregierung hat zu einem selbstkritischen Nachdenken über Strukturen und Verfahrensweisen bei der Besetzung von Gremien auch unseres Landesverbandes geführt. Diese Diskussion wollen wir, gemeinsam mit der Grünen Jugend, im Landesverband neu anstoßen und die zur Änderung anstehende Satzung des Landesverbandes in diesem Sinne gestalten. Ein Frauen- und Genderrat soll diesen Prozess zeitweilig unterstützen.

4.  Antworten auf die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise aus Frauensicht und was kann getan werden, um die Auswirkungen der Krise zu mildern. Wirtschaften Frauen anders? Analyse der aktuellen Reparatur- und Reformmaßnahmen hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit (z.B. Aufwertung von nicht bezahlter Haus- und Familienarbeit).

5. Demographischer Wandel – Gewinn oder Verlust für Frauen und Männer? Wird ein wichtiges Thema der LFG in den kommenden Jahren sein. In Sachsen-Anhalt wandern schon seit Jahren mehr Frauen als Männer ab. Diese Frauen sind jung, gut ausgebildet und meist noch kinderlos. Sie wandern ab und gründen Familien dort, wo sie ihre Eigenständigkeit leben können, nämlich dort, wo Arbeit ist. Was bedeutet das für die Zukunft unseres Landes. 

Anschrift: 

Landesfachgruppe Frauen- und Gleichstellungspolitik von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt
Landesgeschäftsstelle Bündnis 90/Die Grünen
(Ansprechpartnerin: Eva-Maria Schulz)  
Otto-von-Guericke-Str. 42 a
39104 Magdeburg           

Telefon:        0391/401 55 39 oder 40       
Fax:              0391/401 55 30
E-Mail:          lv.sachsen-anhalt(at)gruene.de