Zur Aussage des Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt:
„Die ostdeutsche Frau ist unkompliziert, setzt durch ihre Diktaturerfahrung andere Prioritäten und sei nüchterner.“, erklärt die zukünftige Abgeordnete der zukünftigen Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Lüddemann:
„Der CDU-Fraktionsvorsitzende hat mit seinen heute in den Medien veröffentlichten Aussagen die frauen- und gleichstellungspolitische Diskussion in unserem Bundesland um Jahre zurückgeworfen.“ Während sich die fachlich verantwortliche Diskussion um flexible Kinderbetreuungszeiten, damit alle Frauen erwerbstätig sein können, um Abbau von Lohnunterschieden, Aufbau von eigenständigen Rentenansprüchen, mehr Frauen in Aufsichtsräten und dergleichen fachliche Themen im Sinne der Sicherung der Zukunftsfähigkeit Sachsen-Anhalts dreht, stellt der zukünftige Ministerpräsident auf emotionale Unterschiede ab.
Zudem diskreditiert er mit seinem Hinweis auf angeblich unsinnige Diskussionen über Biofleisch alle verantwortlich handelnden Menschen, die sich in Zeiten von Dioxinskandalen, Gammelfleisch und Pestiziden Sorgen um gesunde Ernährung machen. Lüddemann fordert die gleichstellungspolitischen SprecherInnen der potentiellen Koalitionsfraktionen auf, auf sachliche und thematische Verankerung von Frauen- und Gleichstellungspolitik im Koalitionsvertrag zu achten.