Pate werden
Du bist hier:
 Presse 
Mittwoch, den 07. September 2011

Grüne kritisieren Pläne für die Ermöglichung von Alkoholverboten auf öffentlichen Plätzen

"Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen funktionieren nach dem Prinzip 'Aus dem Auge – Aus dem Sinn"

Sebastian Lüdecke, Landesvorsitzender

Zu den Diskussionen um einen Gefahrenvorsorgeparagraph, der es Kommunen ermöglichen soll, Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen auszusprechen, erklärt der bündnisgrüne Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt Sebastian Lüdecke: "Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen funktionieren nach dem Prinzip 'Aus dem Auge – Aus dem Sinn'. Dies führt dazu, dass das Problem auf Plätze mit wenig Publikumsverkehr und einer geringen Kontrolldichte verschoben wird und die betroffenen Personen quasi-kriminalisiert werden.
Eine Suche nach gesellschaftlichen Antworten auf steigenden Alkoholkonsum findet deshalb nicht statt."

Vielmehr gelte es, präventiv tätig zu werden und beispielsweise in Schulen besser über die Gefahren ausgiebigen Alkoholkonsums aufzuklären.

Lüdecke macht außerdem darauf aufmerksam, dass es gegen die Hauptärgernisse des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit wie das öffentliche Urinieren oder den nächtlichen Lärm durch den alkoholbedingten Verlust des Schamgefühls bereits jetzt wirkungsvolle Mittel wie Platzverweise und Verwarn- bzw. Bußgelder gäbe. Diese müssten aber konsequenter angewendet werden. "
Allgemeine Alkoholverbote können immer nur ultima ratio sein.", so Lüdecke abschließend.

Artikel kommentieren:
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.