BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt begrüßen die Bereitschaft Baden-Württembergs sich nun an einer ergebnisoffenen Suche nach einem Endlager für Atommüll in Deutschland zu beteiligen. Der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger hat die Äußerungen des designierten Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann als "große Chance für die seit fast fünfzig Jahren ungelösten Endlagerfrage" begrüßt.
Die von Kretschmann signalisierte Bereitschaft zur Suche nach einem sicheren Endlager sei ein "immens wichtiger Beitrag" für einen Neubeginn bei der Endlagerforschung. Sachsen-Anhalt sei durch die bestehenden und geplanten Endlager in unsicheren Salzstöcken von Morsleben, Asse und Gorleben sowie in ehemaligen Bergwerk Schacht Konrad massiv bedroht. Alle Endlager liegen im Grenzgebiet zu Sachsen-Anhalt, das Endlager Morsleben im Landkreis Börde nahe Haldensleben.
Jetzt müssten alle Bundesländer für einen neuen ergebnisoffenen und bundesweiten Suchprozess gewonnen und wissenschaftlich belastbare Kriterien für eine verantwortbare dauerhafte Lagerung von hochradioaktivem Müll erarbeitet und definiert werden, forderte der Grünen-Politiker. Das sei in Morsleben und der Asse ebenso versäumt worden, wie in Gorleben.