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Donnerstag, den 20. Oktober 2011

Mit Naziästhetik spielt man nicht

Die rechte Neofolk-Band "Death in June" gibt ihr einziges Deutschlandkonzert am Samstag in Eisleben

Demonstranten vor dem Landtag in Magdeburg

Die 800 Karten für das einzige Deutschlandkonzert der britischen Neofolk-Band "Death in June" sind restlos ausverkauft. Am Samstag spielt die Band, die sich bei Auftritten immer wieder auf die SA und die SS bezieht, in der Lutherstadt Eisleben.

Kritisch äußerte sich dazu der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sebastian Lüdecke: "Mit Naziästhetik spielt man nicht. Es muss endlich das öffentliche Bewusstsein geschaffen werden, dass der identifikatorische Umgang mit faschistischer Kultur eine klare Verherrlichung rechtsextremen Gedankenguts bedeutet. Besonders unter dem Aspekt, dass Hunderte von Nazis aus ganz Deutschland zum Veranstaltungsort "Wiesenhaus" nach Eisleben pilgern, braucht es ein klares Bekenntnis der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure vor Ort zur Demokratie. Örtliche Beratungsstrukturen und die Zivilgesellschaft müssen gestärkt werden um in Zukunft zu verhindern, dass rechten Bands eine Plattform auf dem Land gegeben wird. Dabei ist ganz entscheidend, in welche Richtung der öffentliche Diskurs beeinflusst wird."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt verurteilen jegliche Repräsentanz faschistischer Kunst in der Öffentlichkeit und unterstützen deshalb die Demonstration des Lokalen Bündnisses für ein verantwortliches Miteinander Mansfeld-Südharz. Unter dem Motto „Kein Raum für NS-Verherrlichungen" werden am Samstag, den 22.10.2011 um 14.00 Uhr Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz der Lutherstadt Eisleben ihren Unmut über das geplante Konzert äußern.

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