Unter dem Motto "Positiv zusammen leben - aber sicher" standen zwei Aktionen des Landesverbands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Kreisverbands Magdeburg zum Weltaidstag.
Am 30.11.2011 wurde die aufrüttelnde Dokumentation "Aidskrieg" im Café Central gezeigt. Anschließend berichtete Hans-Peter Schulze von der Caritas Aidsberatung von seiner Arbeit und dem gesellschaftlichen Umgang mit Aids in der DDR und der BRD. Auf die Frage hin, welche Probleme sich im Alltag der HIV-Infizierten ergäben berichtete er, dass insbesondere die Beziehungen leide, wenn ein Partner von der Krankheit betroffen sei. Auch im Freundes- und Bekanntenkreis gäbe es häufig Berührungsängste bei Bekanntwerden der Krankheit. Daher sei die Hilfe bei der emotionalen Bewältigung der Krankheit zentrale Aufgabe der Aidshilfen. Schulze kritisierte, dass trotzdem die Krankheit noch nicht eingedämmt sei, zunehmend weniger mit Kondomen verhütetet werden würde - sowohl bei Homosexuellen, als auch Heterosexuellen. Zudem werden Homosexuelle in Bezug auf Aids weiterhin diskriminiert: so dürfen homosexuelle Menschen kein Blut spenden, egal ob ihr Sexualverhalten tatsächlich riskant ist.
In der Magdeburger Innenstadt gab es am Weltaidstag einen Stand, an dem Infomaterial, Aidsschleifen und Kondome an Interessierte verteilt wurden.
Mit den Veranstaltungen sollte daran erinnert werden, dass immer noch Millionen Menschen jährlich an dem gefährlichen Virus sterben. Aufklärung und Bildung, wie man sich vor Aids schützen kann ist, standen deshalb im Mittelpunkt der Aktionen. Die Aidshilfen Magdeburg leisten diese wichtige Arbeit tagtäglich, sowohl als Beratungsstelle für Betroffene, aber auch an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rufen dazu auf, sich nicht nur am Weltaidstag dafür einzusetzen, dass homosexuelle Menschen oder Menschen mit HIV nicht diskriminiert werden.