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Mittwoch, den 07. Dezember 2011

Keine Kürzung bei der Forschungsförderung

Der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lüdecke sieht die Struktur der Hochschulen des Landes durch die Pläne der Landesregierung gefährdet

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Foto: TaiiChii@flickr.com, CC BY-NC-SA 2.0)

"Der Umgang der Landesregierung mit den Hochschulen ist nicht akzeptabel. Auch bisher sind die Hochschulen strukturell unterfinanziert. Die schwierige Lage soll nun weiter verschärft werden, indem Forschungsmittel gekürzt werden. Dies führt dazu, dass Mittel aus der Lehre abgezogen werden müssen, um die Forschungsstruktur zu erhalten. Die Konsequenz kann sein, dass die Attraktivität für die Studierenden sinkt und in der Folge der Hochschulpakt nicht mehr erfüllt werden kann," kritisiert Sebastian Lüdecke, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt, die Landesregierung scharf. "Es ist es absolut unsicher, ob durch die angedachten Änderungen der Landesregierung die Mittel aus dem Forschungspakt oder dem EU-Forschungsrahmenprogramm weiter genutzt werden können, weil der Eigenanteil der Hochschulen nicht mehr aufgebracht werden kann. Die Struktur der Hochschulen im Land ist deshalb durch die Vorschläge der Landesregierung akut gefährdet.", äußert sich Lüdecke besorgt.

Lüdecke bemängelt außerdem die Art und Weise der Debatte: "Eine Strukturdebatte muss demokratisch und unter angemessener Beteiligung aller Statusgruppen organisiert werden. Derzeit beobachte ich, dass die Studierenden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht angemessen beteiligt werden."

"Bildung ist für uns Bündnisgrüne die Voraussetzung für eine gute Wirtschaftspolitik und der Schlüssel zu Wohlstand. Spitzenleistungen können nur erbracht werden, wenn Forschung und Lehre ausreichend finanziert werden. Denn am Ende zahlt sich aus, was in die Bildung investiert wird. An den Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt ist dieser politische Wille bislang jedoch nicht abzulesen.", sagt Lüdecke.

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