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Dienstag, den 21. Juni 2011

Landesvorsitzender Lüdecke kritisiert Umgang der Landesregierung mit dem GSZ Halle

"Die Landesregierung setzt ihren Irrweg in der Hochschulpolitik in Sachsen-Anhalt fort..."

Besetzter Höraal Teil 2 von Nice Pic @flickr (CC BY-SA 2.0)

"Die Landesregierung setzt ihren Irrweg in der Hochschulpolitik in Sachsen-Anhalt fort, indem sie das Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrum an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (GSZ) kaputt spart und am Bedarf vorbei plant.", erklärt der bündnisgrüne Landesvorsitzende Sebastian Lüdecke zum offenen Brief der Angehörigen der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg.

Das GSZ, dessen Bau demnächst beginnen wird, werde aufgrund von Haushaltszwängen erheblich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Dies wirke sich negativ auf die Qualität des Studier- und Forschungsstandorts Sachsen-Anhalt aus.

So müsse beispielsweise der Bibliotheksbestand "priorisiert" werden, was nichts anderes heiße, als dass Studien- und Forschungsliteratur weggeschmissen werde, teilte Lüdecke weiter mit. Außerdem sei für eine hochwertige Forschung auf dem Campus gar nicht genung Platz, so dass die bisherige Situation mit vielen kleinen und verstreuten Standorten in Halle unverändert bleiben wird. "Eine bessere Vernetzung der einzelnen Institute und Bereiche ist damit kaum möglich.", konstatiert Lüdecke. "Das GSZ muss dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.", fordert Lüdecke.

„Diese Entwicklung passt ins Bild einer Landesregierung, die die Bedürfnisse der Hochschulen im Land nicht verstanden hat.

Das Bekenntnis der bedarfsgerechten Ausfinanzierung der Hochschulen aus dem Koalitionsvertrag im Land scheint schon wenige Wochen nach dem Start der neuen Landesregierung nicht mehr zu gelten.“, so Lüdecke weiter.

Lüdecke abschließend: „Ein großer Wurf in der Hochschulpolitik sieht anders aus.“

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