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Dienstag, den 29. November 2011

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Forschung und Bildung wichtigstes Mittel gegen AIDS

Zum Weltaidstag fordern die Bündnisgrünen trotz sinkender HIV-Neuinfektionen die nachhaltige Bekämpfung der tödlichen Krankheit

Aidsschleifen (Foto: lusciusblopster@flickr.com, CC-BY-NC-SA-2.0)

"Am 1.Dezember 2011 findet der internationale Weltaidstag statt. Unter dem diesjährigen Motto "Positiv zusammen leben - aber sicher" erinnert uns dieser Tag ganz besonders daran, dass jeder etwas tun kann, wenn Menschen mit HIV diskriminiert werden. Denn egal ob HIV-Positiv oder HIV-Negativ: das Tragen der roten Schleife an diesem Tag soll Solidarität ausdrücken. Gleichzeitig wollen wir ein Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Infizierten im Alltag und im Beruf." ruft die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Cornelia Lüddemann auf.

"Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Forschung und Bildung die wichtigsten Mittel gegen AIDS sind. Deshalb müssen die Vereine, die sich der Aufklärung über die tödliche Krankheit und der Hilfe für Infizierte widmen, weiterhin unterstützt werden. Insbesondere gilt es die Bildungsarbeit zum Thema Aidsprävention und zum Umgang mit Aids in Alltag und Beruf vermehrt zu unterstützen. Deshalb wollen wir Bündnisgrüne, dass die Landesregierung die Zuschüsse an den Landesverband der AIDS-Hilfe in den kommenden Jahren anhebt. Auf Bundesebene müssen noch mehr Forschungsmittel bereitgestellt werden, um die Krankheit nachhaltig auszurotten. Der medizinische Fortschritt ist teuer und es ist wichtig, dass die Entwicklungsländer nicht von diesem Prozess abgekoppelt werden. Nur etwa die Hälfte der Menschen in armen Ländern hat Zugang zu den überlebenswichtigen Medikamenten," kritisiert Lüddemann.

Der Welt-Aids-Bericht 2011 von UN-Aids zeigt: Im Jahr 2010 starben weltweit 1,8 Millionen Menschen an AIDS. Im selben Jahr infizierten sich 2,7 Millionen Menschen neu mit dem Virus. Trotz sinkender HIV-Neuinfektionen durch Aufklärung und Medikamente darf nicht nachgelassen werden die tödliche Krankheit einzudämmen. Denn immer mehr Menschen leben mit der Aidserkrankung. Der afrikanische Kontinent ist mit 70 Prozent aller Neuinfektionen nach wie vor am schlimmsten betroffen. Hier leben 68 % aller HIV-Infizierten und –kranken. Trotz der zunehmenden Verbreitung von Aidsmedikamenten stammen rund 66 % aller Aidstoten weltweit aus Afrika .

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen anlässlich des Weltaidstages am 30. November 2011 um 20:30 Uhr im Café Central in Magdeburg die Dokumentation „Aidskrieg“. Die Reportage erinnert an die Anfänge und den „Aidskrieg“ der 1980er Jahre in Deutschland. Damals galt Aids noch als Seuche der Homosexuellen aus den USA. Die Dokumentation will darüber Aufschluss geben, wie man damals und heute mit der Erkrankung lebt. Der Film porträtiert eindrucksvoll Betroffene und gedenkt den Verstorbenen.

 

Weitere Informationen zum Weltaidstag gibt es hier.


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