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Der Schleusenkanal ist ein erheblicher Eingriff in den Elbe-Saale-Raum und verändert für viele Bewohner in der Region das Lebensumfeld und ist wirtschaftlich und ökonmisch unsinnig.

Millionengrab Saalekanal verhindern

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN warnen vor einem erneuten Ankurbeln der Planungen für den Saalekanal. Vor dem Hintergrund eines geplanten so genannten Scoping-Termins betont Landesvorsitzende Claudia Dalbert: "Die Kosten für den unsinnigen Kanal sind immens, der fehlende wirtschaftliche Nutzen mehrfach wissenschaftlich belegt, Schifffahrtslobby und Landesregierung bleiben jedoch unbeirrbar."

Ein Saalekanal erhöhe lediglich den Druck, die Elbe zur ganzjährig befahrbaren Wasserstraße auszubauen. Damit würde einer der letzten naturnahen Flüsse Europas unwiederbringlich zerstört. Dalbert: "Das Geld sollte besser dazu verwendet werden, nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.

Das Land kann es sich nicht leisten, wirtschaftliche Fehlinvestitionen wissentlich zu tätigen. Jede RadtouristIn an der Elbe hat selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise 60 Euro am Tag im Land ausgegeben. Durch den Ausbau des naturnahen Tourismus können zeitnah viele zusätzliche Arbeitsplätze im Land geschaffen werden. Die Güter gehören auf die Schienen, die parallel zu den Flüssen verlaufen."

Was sind weitere Gründe gegen den Kanal?

  • zahlreiche Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste Sachsen-Anhalts, der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland und vor allem des Anhangs IV der EU FFH - Richtlinie leben im Planungskorridor. Gemäß dieser Richtlinie, sind nicht nur Lebensräume, sondern auch die dort gelisteten Tierarten streng geschützte und eine absichtliche Tötung ist verboten.
  • die Landschaftszerschneidung in der Region (Der Kanal wird eine Zerschneidungsfunktion ähnlich einer Bundesautobahn entwickeln und daher als unüberwindliches Hindernis für zahlreiche Tierarten deren Verbreitungsmöglichkeiten negativ beeinträchtigen. Entsprechendes gilt für die Nutzung von Wanderwegen (touristische Infrastruktur wird negativ beeinträchtigt). Der Naherholungscharakter wird durch die betonisierte Landschaft deutlich verschlechtert.))
  • Zerschneidung von Wanderwege
  • Beeinträchtigung der Naherholung
  • Die Veränderung der Grundwassersituation verstößt zum einen gegen das Verschlechterungsverbot der EU Wasserrahmenrichtlinie, verschlechtert die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen und privaten Nutzung (Anbaumöglichkeiten, Zugang zu den Flächen) von Flächen im Grundwassereinzugsgebiet und führt zu einer Beeinträchtigung der Standfestigkeit der Gebäude (Wertminderung, Bausicherheit).
  • negative Auswirkungen auf die Grundwassersituation (durch Blockade der Grundwasserströme zur Saale hin).